Am 14. Oktober veröffentlichte das Gebiet Rostow das Gesetz Nr. 517-ZS — von der Gesetzgebenden Versammlung verabschiedet, vom Gouverneur unterzeichnet und veröffentlicht am selben Tag, in Kraft mit der Veröffentlichung. Es umfasst 1 126 Seiten, gescannt ohne Textebene; in dieser Sitzung haben wir die Seiten 1–7 und 1126 als Bilder gelesen, dazu das Haushaltsgesetz, das es ändert, und alle drei früheren Änderungsgesetze. Artikel 1 ersetzt drei Zahlen:

„in Punkt 2 werden die Ziffern ‚363 547 903,6‘ durch die Ziffern ‚373 935 292,8‘ ersetzt; in Punkt 3 werden die Ziffern ‚67 150 166,3‘ durch die Ziffern ‚77 537 555,5‘ ersetzt; in Punkt 5 werden die Ziffern ‚31 501 889,3‘ durch die Ziffern ‚41 889 278,5‘ ersetzt“

In Tausend Rubel. Punkt 2 sind die Ausgaben für 2026: plus 10 387 389,2 Tausend Rubel. Punkt 5 ist das Defizit: plus dieselben 10 387 389,2, von 31,50 auf 41,89 Milliarden Rubel — 33,0% mit einem einzigen Akt. Punkt 3 ist die Obergrenze der inneren Staatsverschuldung des Gebiets zum 1. Januar 2027: zum dritten Mal dieselbe Zahl, hinauf auf 77 537 555,5. Die Einnahmen rührt das Gesetz nirgends an — sie bleiben bei 332 046 014,3 Tausend Rubel, wo die Juli-Änderung sie hingesetzt hat. Jeder Rubel neuer Ausgaben geht also in die Lücke, und das Recht zu borgen wächst um denselben Rubel. Gemessen an den eigenen Einnahmen des Gebiets steigt das Defizit von 9,5% auf 12,6%.

Die dritte Erhöhung des Jahres

Der am 23. Dezember 2025 verabschiedete Haushalt von Rostow plante ein Defizit von 26 918 503,0 Tausend Rubel. Dieses Gesetz ist die vierte Änderung daran und die dritte, die das Defizit anhebt:

GesetzDatumDefizitÄnderung
394-ZS, Haushalt wie verabschiedet23. Dez. 202526 918 503,0—
431-ZS18. März 202629 501 889,3+9,6%
491-ZS16. Juli 2026unverändert—
512-ZS18. Sep. 202631 501 889,3+6,8%
517-ZS14. Okt. 202641 889 278,5+33,0%

Gegenüber dem verabschiedeten Haushalt ist das Defizit in weniger als zehn Monaten um 55,6% gewachsen, und der Oktoberschritt ist mehr als doppelt so groß wie die beiden früheren Erhöhungen zusammen. Die Juli-Änderung — die das Defizit unberührt ließ — hob Einnahmen und Ausgaben um dieselben 3 834 963,6 an und senkte dabei sowohl die Schuldenobergrenze als auch die Kosten des Schuldendienstes; der März hatte diese Dienstzeile nahezu verdoppelt, von 1 795 065,7 im verabschiedeten Haushalt auf 3 417 706,9. Wir haben alle fünf Gesetze vom offiziellen Veröffentlichungsportal geladen und die ändernden Artikel jedes einzelnen gelesen; das Register der Akte des Gebiets auf dem Portal führt keinen weiteren Akt, der diesen Haushalt ändert.

Woher die 41,9 Milliarden kommen

Das Gesetz fasst Anlage 2 — die Quellen zur Finanzierung des Defizits — vollständig neu. Ihre erste inhaltliche Zeile:

„Platzierung staatlicher (munizipaler) Wertpapiere, deren Nennwert in der Währung der Russischen Föderation angegeben ist — 15 000 000,0“

Vollständig, in Tausend Rubel, wie das Dokument sie angibt:

Quelle2026
Anleihen des Gebiets (2026 wird nichts getilgt)15 000 000,0
Kredite von Banken, netto25 095 030,6
Haushaltskredite aus anderen Haushalten, netto−2 308 277,2
Veränderung der Kontobestände3 933 509,0
sonstige Quellen169 016,1
gesamt41 889 278,5

Die fünf Zeilen summieren sich exakt zum Gesamtbetrag. 40 095 030,6 von 41 889 278,5 — 95,7% — sind Anleihen und Bankkredit. Die Kontobestände tragen 9,4% bei. Die Haushaltskreditzeile ist negativ: 2026 zahlt das Gebiet 2 308 277,2 Tausend Rubel mehr an Krediten aus anderen Haushalten des Haushaltssystems zurück, als es erhält. Die Bruttozahlen hinter dieser Zeile sind größtenteils eine Schleife — von den 28 112 758,0 an Aufnahmen sind 27 670 501,0 Schatzamtskredite zur Auffüllung des Bestands auf dem einheitlichen Haushaltskonto, und dieselben 27 670 501,0 stehen in den Tilgungszeilen: Geld, innerhalb des Jahres geliehen und zurückgegeben. Nimmt man die Schleife heraus, bleiben an neuem Haushaltskredit für Rostow 2026 Aufnahmen von 442 257,0 gegen Tilgungen von 2 750 534,2.

Die Septemberfassung derselben Anlage, neu gefasst durch Gesetz Nr. 512-ZS einen Monat zuvor, zeigt, woher das Geld dieses Monats kommt. Die Anleihezeile ist in beiden Fassungen identisch: 15 000 000,0 platziert, nichts getilgt. Die Haushaltskreditzeile ist ebenfalls identisch. Was sich bewegt, ist der Nettobankkredit: von 14 707 641,4 auf 25 095 030,6 — ein Zuwachs von 10 387 389,2 bis auf die letzte Dezimalstelle, der Defizitzuwachs selbst. Das Bruttoprogramm dahinter wächst von 88 245 848,4 an im Jahr aufzunehmenden Krediten auf 150 570 183,6.

Die Planjahre zahlen schon dafür

Derselbe Artikel 1 schreibt 2027 und 2028 um, und die Umschreibung schließt als Identität. Die „bedingt bestätigten“ Ausgaben — die nicht zugewiesene Reserve, die ein Haushaltsgesetz für seine Planjahre vorhalten muss — werden um 1 713 919,3 für 2027 und um 1 714 317,0 für 2028 gekürzt. Der Schuldendienst jener Jahre wird um exakt diese Beträge erhöht: von 6 084 955,8 auf 7 798 875,1 und von 8 262 218,5 auf 9 976 535,5. Die Zinsrechnung für das, was jetzt geborgt wird, geht Rubel für Rubel zulasten von Geld, das das Gebiet noch keinem Zweck versprochen hatte.

Der Schuldendienst für 2027 — 7 798 875,1 — ist jetzt mehr als das Zweieinhalbfache der heutigen Dienstzeile für 2026. Die Schuldenobergrenzen der Planjahre steigen um dieselben 10 387 389,2 wie die diesjährige: auf 94 512 730,2 zum 1. Januar 2028 und 108 136 930,1 zum 1. Januar 2029 — 62% über der Marke, die der verabschiedete Haushalt für Anfang 2027 gesetzt hatte. Und in der neu gefassten Anlage refinanzieren sich die Anleihen der Planjahre nur selbst — 5 000 000,0 platziert gegen 5 000 000,0 getilgt in jedem Jahr —, das Nettoneugeld dort ist also wieder Bankkredit: 18 449 836,4 im Jahr 2027 und 14 581 819,4 im Jahr 2028.

Was das für unsere Reihen bedeutet

Wir messen den konsolidierten Saldo der Regionalhaushalte als rollierende Zwölfmonatssumme aller russischen Regionen zusammen. Er steht bei einem Defizit von 1,466 Billionen Rubel, bewertet mit 33 von 100 gegen einen Vorkriegsanker — einen Überschuss von 0,661 Billionen Ende 2021 — und eine registrierte Warnlinie bei 2,5 Billionen Defizit. Unser Leitfaden zu den Regionalhaushalten erklärt, wie die Reihe gebaut ist. Dieses Gesetz bewegt daran nichts. Im Morgenlauf hat sich eine Ablesung bewegt — der liquide Teil des NWF: 45,0 Mrd. Dollar zum 1. Oktober gegen 46,7 Mrd. einen Monat zuvor —, und der Belastbarkeitsindex steht bei 46 von 100, in der Stresszone.

Was das Gesetz hinzufügt, ist der zweite Datenpunkt in neun Tagen vom starken Ende der Verteilung. Chanty-Mansijsk, Russlands wichtigste Erdölregion, ging mit einer einzigen Änderung vom 9. Oktober für 88,9 Milliarden Rubel an den Anleihemarkt und zu den Banken. Rostow — ein Gebiet, dessen Ausgaben dieses Jahr 373,9 Milliarden Rubel betragen — deckt nun ein Defizit von 41,9 Milliarden mit 40,1 Milliarden Marktschulden. Beide Gesetze tragen dasselbe charakteristische Detail: Der Haushaltskredit des Zentrums fließt in die Gegenrichtung. Rostow zahlt in allen drei Jahren, die das Gesetz umfasst, mehr zurück, als es erhält — netto −2 308 277,2 dieses Jahr, −1 474 661,7 im Jahr 2027, −957 619,5 im Jahr 2028 —, in denselben Wochen, in denen das Zentrum 300 Milliarden Rubel an Rückzahlungen regionaler Haushaltskredite für Regionen aufgeschoben hat, die nicht zahlen können, und die Zusagen auf Indexierung und Nichtkürzung der Ausgleichszuweisungen durch eine Untergrenze von 90% ersetzt hat. Die Regionen, die kommerziell borgen können, borgen kommerziell; die Stützinstrumente werden um jene herum neu gebaut, die es nicht können.

Was wir nicht wissen

Was die 10,4 Milliarden kaufen. Die 1 126 Seiten Anlagen gliedern die Ausgaben nach Ressorts und Programmen; wir haben sie nicht gelesen, und Artikel 1 nennt keine Summen nach Abschnitten. Welche Zeilen den Zuwachs aufnehmen, ist nicht festgestellt.

Ob die Anleihen platziert sind. Die 15 000 000,0 sind ein Platzierungslimit, unverändert aus der Septemberfassung übernommen, kein Beleg über aufgenommenes Geld. Ob das Papier des Gebiets dieses Jahr Käufer gefunden hat und zu welcher Rendite, steht nicht in diesem Dokument.

Warum der Juli die Obergrenze senkte. Die Änderung vom 16. Juli drückte die Schuldenobergrenze von 66 708 165,8 auf 65 150 166,3 und fügte zugleich beiden Seiten des Haushalts dieselben 3 834 963,6 hinzu. Wir haben ihren Artikel 1 gelesen, nicht ihre Anlagen; die Begründung steht nicht auf den gelesenen Seiten.

Dass kein weiteres Änderungsgesetz existiert, stützt sich auf das offizielle Veröffentlichungsportal: Das Register der Akte des Gebiets, zurückgelesen bis hinter das Basisgesetz vom 23. Dezember 2025, enthält die vier hier genannten Änderungen und keinen weiteren Akt zu diesem Haushalt. Ein verabschiedetes, aber noch nicht veröffentlichtes Gesetz erschiene dort nicht.